NEUES THEMA
Gepostet am 2026.08.11, 01:37 Uhr
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Hallo meine Lieben,
ich möchte euch heute etwas schreiben über meine Erfahrungen mit unserem Pflegedienst. Wie ihr ja schon wisst, musste mein Mann letzten November ins Krankenhaus. Er wurde an der Prostata operiert, sie wurde verkleinert. Dazu musste er zwei Operationen überstehen. Nach der ersten OP kam er mit dem Krankentransport nach Hause. Ich habe mich sehr erschrocken, er hatte einen Rollstuhl und meinte, dass er sich nicht mehr trauen würde ein paar Schritte zu gehen. Nun hatte er einen Pipibeutel, der Schlauch dafür ging durch seinen Penis. Deshalb konnte ich es ein wenig verstehen. Der Arzt aus dem Krankenhaus hatte darauf bestanden, dass sofort ein Pflegedienst da ist, der ihn dann betreut. Pflegedienst API. Es wurde ein Vertrag gemacht, in dem fest gehalten wurde, wann sie den Pipibeutel leer machen, den Toilettenstuhl säubern und bei meinem Mann eine Teilwaschung durchführen. Außerdem bekommt er sein Insulin und seine Tabletten vom Pflegedienst. Damit fing es an. Ich hatte keine ruhige Nacht mehr. In den zwei Wochen wo er bei mir war musste ich ihn um 3 Uhr säubern weil er in den Toilettenstuhl gekackt hatte. Kaum war ich wieder im Bett rief er mich erneut zu sich. Er hatte Angst, es hätte sich ein Klumpen im Schlauch vom Pipibeutel gebildet und die Flüssigkeit würde wieder zurück laufen. Ich weiß nicht mehr, wie oft wir den Krankenwagen riefen, in den zwei Wochen bestimmt einmal am Tag. Mein Mann machte mich wahnsinnig, bei all dem Stress konnte ich mich nicht auf meine eigene Operation konzentrieren, ich bekam im November ein neues Hüftgelenk. Als ich ins Krankenhaus musste gab ich meinen Mann schweren Herzens in einen Seniorenstift. Er konnte ja zuhause nicht alleine bleiben. Wir nutzen Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Als das aufgebraucht war, wurde er noch zwei Tage vollständig im Heim aufgenommen. Nachdem ich die Operation und die Anschlussheilbehandlung hinter mir hatte fuhr ich nach Hause und holte meinen Mann zu mir. Er hatte inzwischen die zweite Operation gut überstanden und der Pipibeutel gehörte der Vergangenheit an. Er kann sogar wieder ein paar Schritte am Rollator gehen. Der Heimleiter hatte das mit ihm geübt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Der Pflegedienst rechnete immer alles komplett mit der Pflegekasse ab. Seit März nun hatte uns die Pflegekasse nahe gelegt die Kombinationspflege zu nutzen. Diese Pflege besteht aus medizinischer und häuslicher Pflege. Mein Mann bekommt drei Mal am Tag sein Insulin, er bekommt einmal die Woche seine Tabletten gestellt. ( Medizinische Pflege, wird voll von der Kasse bezahlt). Er wird einmal die Woche geduscht (häusliche Pflege, die vom Pflegegeld bezahlt wird). So sollte es sein. Ich bat dann schriftlich darum, dass man den alten Vertrag auf den neuesten Stand bringen möge da mein Mann sich im Rollstuhl fortbewegen kann und die Leistungsnachweise ebenfalls. Das ist nicht erfolgt.
Was der Pflegedienst statt dessen macht ist folgendes: Der Pflegedienst behält das ganze Pflegegeld und das Geld, was er von der Kasse bekommt, ein. Außerdem hat sich der Pflegedienst an meinem Entlastungsbeitrag und am Entlastungsbeitrag meines Mannes bedient. So sind bestimmt dreitausend Euro für die vier Monate zusammen gekommen die der Pflegedienst zu unrecht erhalten hat. Es ist nichts mehr da, das Geld vom Entlastungsbeitrag ist für unsere Putzhilfe gedacht, die jetzt natürlich nicht mehr erscheint.
Wäre es richtig gegangen, hätte mein Mann 10% vom Pflegegeld, das sind bei Pflegegrad drei, 145 Euro zahlen müssen für vier Mal duschen im Monat. Die medizinische Pflege zahlt ja die Kasse. Es wären noch 540 Euro vom Pflegegeld übrig gewesen.
Das lassen wir uns natürlich nicht gefallen.
Ich habe beim SoVD angerufen und um einen Termin gebeten. Sie werden uns einen Anwalt zur Seite stellen, wir müssen dann zur Polizei und Strafanzeige gegen den Pflegedienst stellen. Wir haben gute Chancen, dass wir das Geld wieder bekommen. Wir suchen jetzt nach einem anderen Pflegedienst. Einem, der nicht betrügt.
Drückt mir die Daumen, ich mag versuchen, dass dieser Pflegedienst nie wieder andere Menschen betrügt und seine Zulassung als Pflegedienst verliert.
Habt eine gute Zeit
RosaKleid
Gepostet am 2026.08.12, 04:44 Uhr
Mitgliedschaft beim VdK ist bei solchen Dingen sinnvoll.
Mich wollte man ja schon in der AHB praktisch "still legen", von wegen ich könne keinen Job mehr ausführen etc - was ich aber ablehnte. Wie man sieht war das auch gut so.
Dann hatte ich wegen GdB immer Kontakt mit dem Landwirtschaftsverband, die sich in alles einmischten.
Dort war zuerst ein Sachbearbeiter der der Meinung war was Er denkt und sagt ist mein Gesetz ... und seine Meinung war das ich mich zur Ruhe setzen solle (mit 28!!!) und das mein Job auf keinen Fall gut für mich sei. Aber sehen ließ Er sich auch nie, das man zeigen konnte was meine/unsere Tätigkeit überhaupt ist und das ich alles locker schaffe. Für körperlich schwere Dinge die ich nicht schaffe - da lasse ich die Finger von weg, oder lasse das Schatzi machen. Wir schaffen ja zusammen.
Mittlerweile gelte ich als selbstständig in der Firma, da kann der mir eh nichts mehr, aber ich habe auch einen anderen Sachbearbeiter. Der ist voll zufrieden mit dem was ich tue und wie ich es tue - der benutzt uns sogar als "gutes Beispiel" teilweise.
Aber kein Anwalt den man sich privat sucht schafft gratis. Erst einmal muss man in Vorleistung gehen und trotzdem kommen Anrufe/Briefe das man dies & jenes noch selbst bringen muss ..... da kann man es auch gleich allein machen und dem Anwalt einfach Geld schenken.
Wer sich richtig rein kniete war der VdK und deren Anwalt. Wir mussten nur die Akte hin tregen, selten wurde etwas nachgefragt und es stellte sich heraus das der Sachbearbeiter vom Landwirtschaftsverband alle meine Bemühungen unterdrückt hatte. Praktisch nur sein eigenes Ego durchsetzen wollte.
Sogar meine Beschwerde an seinen Vorgesetzten hat der aus der Akte verschwinden lassen, was ansich (meiner Meinung nach) schon fast ne Straftat ist.
Aber jetzt ist alles prima. Wir bleiben trotzdem Mitglied beim VdK, es kann immer etwas sein. Und wir haben sogar neue Mitarbeiter von denen vorgeschlagen bekommen von denen einige zumindest kurz bei uns dabei waren oder sich auch etabliert haben.
Ich denke bevor man den eigenen (teuren) Anwalt bemüht, lohnt sich eine Mitgliedschaft beim VdK. Kostet uns keine 7€/Monat und man ist rundum abgesichert, weil die Leute haben die echt Ahnung haben und sich voll rein knien. Und, was ich vorher nie wusste: Die Behörden/Firmen/Verbände zittern vor denen weil alle wissen mit denen ist nicht zu spaßen.
gefiel durch: RosaKleid
Gepostet am 2026.08.12, 09:22 Uhr
Man kann auf dem Amtsgericht einen beratungahilfeschein beantragen wenn es finanziell knapp ist und dann später einen Prozesskostenhilfeschein. Evtl greift der. Natürlich muss man einige Seiten ausfüllen und sich finanziell nackig machen. Auch die folgenden Jahre jährlich. Aber die lesen die Infos und heften es ab als ausgerechnet unfähig zu zahlen eines Anwalts oder Prozesses.
Man sollte schauen das man bei einem Prozess gesichert gewinnt.
Aber mit Beratungshifleschein, ist alles gedeckt vor Gericht. Beratung, ausrechnung, außergerichtliche Einigung mit dem Anwalt der anderen. Ich nutzte das 2012 gegen meinen alten Arbeitgeber. Es ging um 2 Monate Lohn über 3.800 Euro sowie Mahngebühren meiner Gläubiger Miete Hausrat haftpflicht gas Strom usw. Ich gewann und mein alter Arbeitgeber zahlte alles. Dafür füllte ich halt jedes Jahr aus das ich zu wenig verdiene um die Kosten zurück zu zahlen.
gefiel durch: RosaKleid
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