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Wieder ein Attentat auf einen Weihnachtsmarkt

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time Gepostet am 2018.12.12, 23:17 Uhr          chart 174 Besuche

Bei dem Anschlag in Strassburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei hirntot, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz in der elsässischen Metropole. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen sehr schwer. Nach der Attacke sucht die Polizei nun immer noch nach dem flüchtigen Täter. Zunächst hatten die französischen Behörden drei Tote gemeldet, korrigierten die Zahl aber inzwischen nach unten. Die Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe aus. Derweil wurden weitere Angaben zu dem polizeibekannten Gefährder bekannt, der in der Vergangenheit auch in Deutschland verurteilt worden war. 

Bei der Flucht lieferte sich der Angreifer zwei Mal Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Der Mann soll dabei von Soldaten am Arm verletzt worden sein, wie der Staatsanwalt sagte. Der mutmaßliche Täter sei von der Polizei als der 29 Jahre alte Cherif Chekatt identifiziert worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) teilte mit, dass der Tatverdächtige in Deutschland hingegen nicht als Gefährder bekannt gewesen sei. Der Tatverdächtige hätte wegen anderer Vorwürfe – nach unterschiedlichen Angaben wegen bewaffneten Raubes oder im Zuge von Ermittlungen wegen versuchten Mordes – festgenommen werden sollen. Er wurde aber nicht in seiner Wohnung angetroffen. Der aus Straßburg stammende Mann ist in der Vergangenheit sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verurteilt worden. Seine Strafen hat er abgesessen. Der 29-Jährige Verdächtige wurde vom Amtsgericht Singen wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, weil er in eine Zahnarztpraxis in Mainz und eine Apotheke in Engen im Süden Baden-Württembergs eingebrochen war. Nach dem Verbüßen der Strafe wurde er demnach im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben. 

Frankreich ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel islamistischer Anschläge geworden. Seit Anfang 2015 wurden dabei mehr als 240 Menschen getötet. Straßburgs Weihnachtsmarkt ist einer der ältesten und größten in Europa. Er gilt seit längerem als potenzielles Anschlagsziel und wird deswegen verstärkt von der Polizei bewacht.

Seit heute ist ein neues Gesetz in Kraft getreten. Dieses Gesetz erlaubt der Polizei, bereits bekannte Straftäter 14 Tage in Arrest zu nehmen, wenn der Verdacht auf ein Attentat besteht.
RosaKleid findet, dass dieses Gesetz schon früher hätte durchgesetzt werden müssen, denn für Strassburg und all die anderen Anschläge vorher kommt dieses Gesetz eindeutig zu spät. Frankreich sowie Deutschland haben Demokratie, die durch den islamistischen Terror unter Druck gesetzt wird. 
In der Türkei zeigen Karikaturisten die Demokratie meist als strahlend schöne Königin. Eine attraktive, selbstbewusste, vitale junge Frau. Göttin der Ruhe, des Friedens und des Überflusses. Heute, ein Dreivierteljahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg, hat sich die bildschöne Königin in meinem Kopf in eine schwache Greisin verwandelt. Im Osten der westlichen Welt drängt jemand sie unter das Kopftuch, ganz im Westen richtet ein anderer sie übel zu. Unsere gereizte, erschöpfte Demokratie hat die Hoffnung auf die Zukunft verloren und ringt mit dem Tod. Wir haben Angst. Manche von uns fürchten den Terror, der Blutspuren durch die Straßen unserer Städte gezogen hat, manche fürchten die ungeheure Migrationswelle, die unsere Grenzen bestürmt, manche fürchten, durch diese Flut ihre Arbeit zu verlieren. Manche sind erschrocken angesichts von Börsen, an denen es drunter und drüber geht, andere über die globale Erwärmung. Manche haben Angst, im Alter obdachlos zu werden, andere, in einem solchen Chaos Kinder zur Welt zu bringen. Manche fürchten, ihre Kinder an hitzige Hasardeure zu verlieren, andere fühlen sich bedroht, wenn Homosexuelle heiraten dürfen. 
Steht auf!
Uns darf es nicht länger darum gehen alle 4 Jahre zu wählen, sondern wir müssen überall und auf jeder Ebene den Willen zeigen, an der Regierung mitzuwirken; eine organisierte Gesellschaft, die imstande ist, der von Tag zu Tag wachsenden Macht der Regierung oder global agierender Konzerne Paroli zu bieten. Wir alle müssen bereit sein unseren Willen mit einzubringen. Das ist eine Dynamik, die den Kreislauf unserer Königin, die schwerfällig davon geworden ist, bloß alle vier, fünf Jahre zur Wahl zu gehen und bei den anschließenden Machtspielen im Zuschauersessel zu sitzen, in Schwung bringt und sie verjüngt. Ein neues Bürgerverständnis, das uns die Hauptrolle in dem Spiel gibt, bei dem wir bislang nur zugeschaut haben. Wenn die Flut, die alle Zufluchtsstätten fortreißt, richtig gelenkt wird, kann sie die Mühlen unseres Engagements für Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit antreiben. Sie kann uns mit Menschen, die anderswo auf unserem Planeten für Freiheit kämpfen, zusammenbringen und lehren, wie wir Unrecht, Rassismus und Populismus gemeinsam bekämpfen können.

RosaKleid wünscht ihren Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit.



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