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Social Media betrifft uns alle – nicht nur die Jugendlichen

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Usuri
time Gepostet am 2026.02.09, 11:12 Uhr          chart 43 Besuche

In letzter Zeit wird viel darüber gesprochen, dass Jugendliche zu viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen.
Aber wenn man ehrlich hinschaut, sieht man schnell:
Das ist längst kein Jugendproblem mehr. Viele Erwachsene sind genauso betroffen, manche sogar stärker,
weil sie ständig erreichbar sein wollen oder das Gefühl haben, dabei sein zu müssen.
1. Die ständige Online Präsenz, ein Problem quer durch alle Altersgruppen
Egal ob 14, 40 oder 70. Die Mechanismen der Plattformen funktionieren bei allen gleich. Sie sind darauf
ausgelegt, uns möglichst lange festzuhalten.

  • Benachrichtigungen, die sofortige Reaktion verlangen
  • endlose Feeds, die nie aufhören
  • Likes und Reaktionen, die kleine Belohnungen auslösen
  • das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man mal nicht online ist
Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern das Ergebnis von Systemen, die genau dafür gebaut wurden.
2. Erwachsene sind oft genauso gefangen Viele von uns kennen das:
  • Das Handy liegt immer griffbereit
  • Nachrichten werden sofort beantwortet
  • Abends noch „kurz“ durch TikTok, Facebook oder WhatsApp scrollen
  • Vergleiche mit anderen, die scheinbar das perfekte Leben führen
Und plötzlich merkt man, dass man seit einer Stunde durch Beiträge scrollt, ohne es bewusst entschieden zu haben.
3. Warum die Altersgrenzen trotzdem wichtig sind
Kinder und Jugendliche sind besonders verletzlich, weil sie die psychologischen Tricks hinter den Plattformen
noch nicht durchschauen. Deshalb gelten strengere Regeln und höhere Altersgrenzen.
Nur weil Jugendliche geschützt werden müssen, heißt das nicht, dass Erwachsene automatisch sicher sind.
Viele Erwachsene haben längst ein Nutzungsverhalten entwickelt, das man ehrlich als suchtähnlich bezeichnen kann.
4. Was wir als Gemeinschaft daraus machen können
Wir müssen nicht verteufeln, was uns verbindet.Aber wir sollten uns bewusst machen:
  • dass Social Media uns stärker beeinflusst, als wir denken
  • dass Pausen wichtig sind
  • dass echte Gespräche und echte Ruhezeiten nicht ersetzbar sind
  • dass wir alle – egal wie alt – lernen müssen, Grenzen zu setzen
Es geht nicht darum, offline zu leben. Es geht darum, nicht ferngesteuert zu leben.


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gender Florescence
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Florescence
time Gepostet am 2026.02.19, 15:52 Uhr

Das, was ranger anspricht, ist übrigens ein sehr interessanter Punkt! Für Interessierte:
In diesem Zusammen unterscheidet man das Liking (wir mögen etwas) vom Wanting (wir wollen etwas). Früher nahm man an, dass zum Beispiel die Einnahme einer bestimmten Droge (dazu gibt es
wohlgemerkt drölfzigtausend weitere Theorien ,eher mit dem „Liking“ im Zusammenhang stehen  würde.
Also dass die eigentliche Drogenwirkung (z.B.  das Erleben intensiver Glücksgefühle) dazu führten würde, dassMenschen davon abhängig werden. In dem Zusammenhang also vorwiegend psychisch, nicht nur körperlich. Heute geht man eher davon aus, dass v.a. das „Wanting“ für die Entstehung einer Sucht von zentraler Bedeutung sein könnte. Bei einer Droge
reichen dann ggf. schon bestimmte Hinweisreize aus, wie besondere Orte oder
Gegenstände, die zu einem starken Craving (also Verlangen) führen. Im Social‑Media‑Kontext
könnte das dann schon das Aufleuchten einer Nachricht sein, die als Hinweis dient, dass gleich
„etwas Tolles“ passiert und damit ebenfalls das Belohnungssystem aktivieren und damit wiederum einen Teufelskreis starten. 
Vielleicht etwas kontrovers (Tierstudien lassen sich nie 1:1auf den Menschen übertragen) und es waren, ehrlicherweise keine reinen "Dopamin-Experimente", aber:

Es gab Experimente, in denen Ratten via Hebeldruck ihr Belohnungssystem aktivieren konnten. Die Tierchen begannen nach einiger Zeit, die Nahrungsaufnahme, ihre Körperpflege und die Pflege ihrer Jungen zu vernachlässigen, nur um ihr Belohnungszentrum immer wieder zu stimulieren. Später blockierte man medikamentös die Dopaminausschüttung und die Hebeldruckrate reduzierte sich wieder deutlich! 

Alles in allem wäre vermutlich überspitzt zu sagen: Social-Media = virtuelles Ecstasy. Dann müsste man es, fairerweise, ja komplett verbannen. Aber Risiken, die zur Entstehung einer Sucht führen könnten, bringt es vermutlich dann doch mit sich. Und auch da denke ich, sollte man insbesondere jüngere Menschen zumindest dafür sensibilisieren! Viele Grüße
Flores 


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