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Weltgeschehen & Informationsflut – Wenn globale Krisen persönlich Angst machen

gender icon Usuri
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Usuri
time Gepostet am 2026.04.09, 13:18 Uhr          chart 27 Besuche

Die Welt wirkt im Moment schneller, unruhiger und schwerer durchschaubar als früher.
Globale Krisen überschlagen sich, Nachrichten kommen im Sekundentakt, und vieles
fühlt sich gleichzeitig wichtig, bedrohlich und überfordernd an. Viele Menschen spüren
das nicht nur rational, sondern auch emotional. Unsicherheit, Stress oder sogar Angst
sind heute keine Seltenheit mehr.
Das Weltgeschehen ist nicht mehr weit weg .Es greift direkt in unseren Alltag ein.

  • Preissteigerungen und wirtschaftliche Unsicherheit
  • Konflikte und Katastrophen, die überall präsent sind
  • Social Media, das alles noch emotionaler und lauter macht
  • Eine Informationsflut, die kaum noch zu filtern ist
  • Ständige Alarmstimmung, die an den Nerven zerrt
Man möchte informiert bleiben und landet oft genau in der Spirale, die belastet. Andere
schalten ab und fühlen sich dann schlecht, weil sie nichts mitbekommen.
Diese Mischung aus globalen Krisen und permanenter Informationsflut trifft viele
Menschen härter, als man denkt.

Vielleicht geht es einigen von euch ähnlich. Wenn ihr mögt, könnt ihr hier eure
Gedanken und euren Umgang mit der aktuellen Lage teilen.

Um die Diskussion zu öffnen, hier ein paar Leitfragen.
  • Welche globalen Entwicklungen belasten euch persönlich am meisten?
  • Habt ihr manchmal das Gefühl, dass die Welt zu viel wird?
  • Wie geht ihr mit Unsicherheit oder Angst um?
  • Welche Strategien helfen euch, Nachrichten zu filtern, ohne euch abzuschotten?
  • Wie schützt ihr euch vor Fake News, Panikmache oder ständiger negativer Stimmung?
  • Wie können wir Jugendliche und uns selbst vor Informationsstress schützen?
Hier geht es nicht um Politik oder Schuldzuweisungen. Es geht um das Menschliche.
Wie wir als Gemeinschaft mit einer Welt umgehen, die schneller ist als unsere Gefühle.
Wie wir trotz allem Ruhe, Orientierung und Stabilität finden können.

Ein Gedanke noch zum Schluss
Neben all den globalen Entwicklungen dürfen wir nicht vergessen, dass jeder von uns auch
eigene persönliche Belastungen, Sorgen und Stress
mit sich trägt.
Beruf, Familie, Gesundheit, Alltag,  all das läuft weiter, während die Welt um uns herum
immer unruhiger wirkt. Diese Kombination kann vieles schwerer machen, als es nach außen aussieht.
Und es ist gut, dass es unser Forum gibt. Einen Ort, an dem man sich austauschen kann,
selbst wenn viele nur mitlesen. Allein der Gedanke, nicht allein mit diesen Gefühlen zu sein,
kann schon etwas entlasten.


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gender Minka
gast gast
Minka
time Gepostet am 2026.04.09, 15:05 Uhr

Wieder einmal ein toller Themenvorschlag von Dir, Usuri. Danke dafür. Da bin ich auch schon ganz gespannt auf die Beiträge. Ohne jetzt direkt auf ein globales Ereignis zu fokussieren, möchte ich heute erst einmal zu zwei von Deinen Leitfragen etwas sagen, die da lauteten:

  • Welche Strategien helfen euch, Nachrichten zu filtern, ohne euch abzuschotten?
  • Wie schützt ihr euch vor Fake News, Panikmache oder ständiger negativer Stimmung?

Meine Strategie Nachrichten zu filtern zielt zunächst einmal auf die Auswahl der Nachrichtensender. Ich schaue die Sender, von denen ich die meiner Meinung nach ehrlichsten Informationen bekomme, wozu man aber sagen muss, dass auch die ihren Input nur von Reuters und ähnlichen bekommen und nicht vor Propaganda geschützt sind. Und zwar vergleiche ich immer gerne BEIDE Sichtweisen. So schaut ja z.B. Al Jazeera ganz anders auf das Geschehen als ARD und n-tv. Was die öffentlich-rechtlichen anbetrifft, so ziehe ich die ARD dem ZDF vor. Meiner Einschätzung nach berichtet die ARD, während das ZDF bewertet, speziell ein heute-Moderator, der mir immer sehr regierungsfeindlich vorkommt. Sprich: Ich schaue die tagesschau, aber ich meide das heute-journal und auch Markus Lanz. Private Nachrichtensender schaue ich gar nicht.

Um zu erkennen, ob es sich um Fake News handelt, da hilft schon ein Blick ins Internet, wo man Informationen findet, welche Webseiten dafür bekannt sind, solche falschen Nachrichten zu verbreiten. Als bekannteste Vertreter werden dort Fox News und Russia Today genannt. Die sollte man vielleicht meiden. aber auch msn.com neigt zu Übertreibungen und Fehlinformationen. Ständige Panikmache erlebt man oft in chats verbunden mit negativer Stimmung. Hier im cleefchat nicht ganz so oft, weil doch sehr gut moderiert wird und politische Diskussionen meist im Keim erstickt werden. Das finde ich richtig, denn außer Streit bringt das nichts. Aber (ohne Namen zu nennen) ist das nicht in allen chats so gut geregelt. Und dann wird das zur Meinungsmache, zum Hate-Thema und zur unnützen Schreiberei, die alle die verstummen lässt, die auch eine Meinung haben, aber vielleicht nicht so gut schreiben können oder sich nicht trauen, weil sie nach Postings beleidigt werden.

Bin gepannt, wie andere an das Thema rangehen und freue mich auf interessante Ansätze.

GLG

Minka


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gender Tamiko
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Tamiko
time Gepostet am 2026.04.09, 23:45 Uhr

Ein Top Thema, das aktueller nicht sein kann und doch viele bewegt .




Vielleicht geht es einigen von euch ähnlich. Wenn ihr mögt, könnt ihr hier eure
Gedanken und euren Umgang mit der aktuellen Lage teilen.


Eigentlich fing es ja mit Corona schon an, ich erlebte die Corona Epidemie in der Schweiz. Ich  diesem Jahr 2020 hatte ich viel vor, wollte meine Familie in Philippines besuchen und hatte eine Einladung nach Japan, ebenfalls Family, dafür hatte ich 3 Monate Urlaub und Überstunden gesammelt. Auch war es meine erste grosse Reise mit meinen damaligen Freund und meiner langjährigen Freundin. Der Lockdown machte mir einen Strich durch die Rechnung und nur weil ich Mitglied einer Massaifamily bin, also adoptiert aufgenommen, konnten wir dann doch Reisen nämlich nach Ostafrika Uganda Ruanda Kongo und verbrachten eben drei Monate dort.
Aber das ist nicht das Thema sondern die Weltkrisen die ja in meinen Augen mit Corona begann oder vielleicht anders ausgedrückt, anfingen sich offen zu zeigen. 

Wenn ich geahnt hätte wie sich alles entwickelt wäre ich in der Schweiz geblieben, wie es auch sei, ich bin es nicht mehr. Heute stehen wir vor einer Situation, wo die Vernunft nicht mehr gehört wird, die Scharfmacher je lauter desto besser und je dümmer desto erfolgreicher bestimmen heute die Weltpolitik. Entweder fehlen Politiker die Charisma und weitsicht für ihre intellektuelle Tiefe, ihr diplomatisches Geschick oder ihre moralische Autorität grosse Achtung bekamen, wie ein François MitterrandWilly Brandt Winston Churchill, Lee Kuan Yew (Singapur) Aung San Suu Kyi (Myanmar) <<< meine persönliche Favoritin ich bin grosse Anhängerin von ihr>>> Kim Dae-jung (Südkorea), Shigeru Yoshida (Japan) ja für ich auch Rodrigus Dutete und Ramos aus den Philippines. 
Siehaben die Welt positiv beeinfusst, konnten für ihre Länder für ihre Völker grosses erringen alles im Interesse der Sicherheit und Frieden.

Was haben wir denn heute, den Generalisimo Trump der wie ein wildgewordener Esel mit seinen Hufen um sich schlägt, Putin der den grössten Krieg nach Hitler und Pol Pot und Mao begann aber so eine grosse Angst hat, dass ihn mal einer weh tut, dann  in Europa haben wir Politiker, die nicht mal ein Schulniveau eines Highschoolabschlusses haben aber die Weltpolitik mitbestimmen wollen aber jede Chance nutzen um vor Trump zubuckeln und das eigene Volk aus dem sie kommen zu belügen, täuschen nur um die Interessen der globalisierende Industrie und Bankenwesen zu schützen. In Deutschland macht man den B..Bock zur Gärtnerin und schickt sie zur UN.

Die Welt die Gesellschaften sind gespalten und zwar weltweit. Die globale Industrie war noch nie so nahe an ihre Ziele wie heute, es herrscht nicht mehr die Vernunft  sondern die Ideologie, man hört nicht mehr zu sondern schaut nach der Parteifarbe. Stimmt die Farbe des gegenüber nicht, redet man nicht man sucht keine Kompromisse denn der andere ist dumm, da er ja nicht die eigene Farbe trägt.  Von morgens bis abends Medienhetze Verfälschung von Tatsachen  nein es sind nicht nur die Staatsmedien aus Ländern wie Russland und China, es sind auch Medien aus Europa und besonders der USA, die je nach Ideologie und Hintergrund in ihrem Interesse berichten und Medien wie z bsp der Nordkurier in Deutschland die mal bekannt dafür waren selbst in der Schweiz, für ihre offene Berichterstattung werden unterdrückt. ( öfters mal im NZZ zitiert. )

Mein Vorteil ist nun, dass ich einen grossen Bekanntenkreis habe, auch in der Medienlandschaft auch das ich News aus Asien höre und lese was mir die Möglichkeit gibt, zu vergleichen . Das heisst nicht, das ich damit besser jeden Hintergrund durchschauen kann, aber es gibt mir die Möglichkeiten News miteinander zu vergleichen. 

Nun, ich bereite mich darauf vor, dass es mal nicht mehr schön sein wird in Europa und denke bereits an eine Rückkehr auf den Philippines nach und habe zusammen mit meinen Bruder einige ha Land  auf einer abgelegenden Insel gekauft und dort meine Family untergebracht. Noch habe ich es nicht vergessen, wie man Warane jagt Tiere ausnimmt in den Korallen nach Nahrung taucht oder welche Früchte und Kräuter aus dem Regenwald essbar sind. überleben wäre sollte es nicht zum Atomschlag kommen damit erstmal gesichert. 


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like gefiel durch: -NETTY-, Bilchen, Dirk550, Minka, Usuri, Vampi

gender Tamiko
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Tamiko
time Gepostet am 2026.04.10, 00:03 Uhr

Zitat Minka : 

  • Welche Strategien helfen euch, Nachrichten zu filtern, ohne euch abzuschotten?
  • Wie schützt ihr euch vor Fake News, Panikmache oder ständiger negativer Stimmung?

  • ich hoffe liebe Minka das ich deine Fragen im Text oben mit beantwortet habe


    Ansonsten bin ich durchaus auch ein positive denkende Frau, die immer noch daran glaubt, das die Vernunft der Menschen siegt über die derzeitige Dummheit die regiert und das endlich mal wieder real Politik in der Welt gemacht wird, ob nun die Preiskontrolle, soziale Absicherung, zurück zur Friedenspolitik, das sich Menschen weltweit dafür einsetzen und sich auch durchsetzen. Und das inzwischen das in Hintertreffen geratene Gedanke Bewegung das man mehr für Umwelt Natur tun muss als bisher wieder die Oberhand gewinnt, damit meine ich nicht den Wahnsinn alles mit  Windparks und Solarflächen zuzupflastern um den letzten Schreiadler oder Schwarzstorch auch noch den Rest seiner Nahrungsflächen zu stehlen oder ihn in den Windflügeln zerschreddern zu lassen. Sondern eine nachhaltige langfristig aber bestimmte Umwelt aber auch Naturschutzpolitik. Die Technik und das Geld dafür ist da. Es ist alles da und umsetzbar.

    Die Aggressivität die heute in den sozial Medien herrscht bekomme ich life durch meine Tochter mit, die sich davor nun endgültig zurück gezogen hat. Ich habe gelernt, damit umzugehen, ertrage diese agro User mit einem lächeln.  Vielleicht noch ein Gedanke zur Nachrichtenverwertung, da ja oben Foxnews und Russia Today genannt werden. Sind sie doch für mich trotzdem eine wichtige Informationsquelle weil sie dinge bringen die eben die westliche Presse verschweigt. Sicher sind es Propaganda Sender aber mit dem Wissen, das sie im grossen Stil Fakenewsverbreiten kann man durchaus genau dann wichtige infos für sich abrufen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, das die westliche Sender oft zeitverzögert und wenn dann nur in kleinen Beiträgen dann Wochen später die News aus diesen Sendern zum Teil mit -abstrichen sogar bestätigen. 


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    gender Bilchen
    crown crown
    Bilchen
    time Gepostet am 2026.04.10, 05:32 Uhr

    Als es seiner Zeit mit Corona los ging, hatte ich echt Panik das es nun die halbe Menschheit (incl mir, wegen Vorbelastung) ausrottet. Die TV-Sender taten ja Ihr Bestes um so etwas noch zu schürren indem Sie wochenlang nur noch Berichte über die Pest oder Spanische Grippe brachten. Nur damit wir alle scharenweise die teuer eingekauften Imfstoffe in uns rein pumpen lassen. Einmal haben wir das mit gemacht, danach sagte sogar unser eigener Hausarzt wir sollen besser die Finger davon lassen. Deshalb müssen wir auch heute noch jede Woche zum Coronatest weil wir beruflich an kritischen Infrastrukturen (Bundeswehr, Poizei, fremde Armeen usw) mitarbeiten
    Das ging so weit das ich keine Nachrichten mehr alleine schauen sollte, weil ich mich gut in sowas rein steigern kann.
    Deshalb glaube ich heute erst einmal nicht sofort alles sondern hinterfrage viel. Was mir andererseits aber auch schon Beschimpfungen einbrachte. 
    Und Minka: Es sind nicht nur die altbekannten Seiten, auch unser ZDF spielt da ganz groß mit wenn es darum geht die Meinung der obersten 1000 in Berlin & Brüssel kund zu tun. Zu Zeiten von Covid war N-TV auch ganz groß dabei. Und vieles was sog. "Querdenker" damals sagten ist heute fester Bestandteil der Wahrheit.
    Weshalb das Wort "Querdenker" heutzutage fast ein Schimpfwort ist wundert mich auch. Ich habe im Firmenarchiv geschaut und es gab mal Zeiten da wurden bei Stellenausschreibungen "Querdenker" ausdrücklich gesucht. Leute die einfach einen anderen Weg gehen. 
    Deshalb glaube ich persönlich auch das solche Leute wichtig sind, die mal eine Frage mehr stellen als es den Meinungsmachern gefällt. 
    Ich/Wir persönlich halten uns öffentlich eig aus allem heraus, weil man ja gesehen hat: Was gestern richtig war (zB bei der Ampel) ist heute falsch (bei schwarz/rot). Das zeigt das vieles auch politisch so gewollt ist. Und von den Damen & Herren in der Politik wird zB mein Arbeitsplatz finanziert. Die persönliche Meinung ist da nicht gewollt, sondern nur unsere praktische Arbeit. 

    Und wenn man das so verfolgt was seit jahrzehnten aus Berlin kommt, angefangen von einer "Mauer in den Köpfen" was uns immer gesagt wurde. Fährt man einmal selbst in die neuen BL, sieht man das es die nie wirklich gab. Klar gibt es auch vereinzelt Menschen hier und dort die alles lieber beim Alten gelassen hätten, aber das gro erfreut sich aneinander und wir haben erlebt das die Menschen in den neuen BL teilweise sehr offen und ehrlich sind, während es bei uns mehr "Schauspieler" gibt denen es darum geht was man hat und wer man ist. Wir haben mal vor Jahren eine Freundin in Dresden gehabt die uns 2 Wochen lang im Urlaub alles zeigte was dort so im Leben abgeht; das war sehr interessant. Wir haben von der Datscha bis Plattenbau alles sehen können und auch die Gastro`s wo die Jugend dort so feiern geht. Und dort haben wir gemerkt das die offener mit anderen umgehen als es bei uns der Fall ist. Da waren Punker zusammen mit sog "Nazis" am feiern, aber auch am diskutieren und sich austauschen. Und vor allen Dingen: Man zählte uns einfach sofort mit dazu, es gab kein Ausgrenzen. Wer uns nicht mochte blieb uns aus dem Weg, alle anderen waren nett & respektvoll. 

    Alles in allem finde ich das wir mehr hinterfragen sollten und miteinander reden. Menschliche Grenzen werden oft von Menschen in die Welt gebaut weil es nur diesen Menschen nutzt. Und dabei schaue ich jede politische Farbe an, grundsätzlich bin ich gegen keinen von denen. Aber grundsätzlich glaube ich auch erst einmal nicht blind allen. Ich denke so kommt man am besten durch "die Welt der Krisen". 


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    gender Usuri
    smod smod
    Usuri
    time Gepostet am 2026.04.10, 10:01 Uhr

    Danke an euch drei
    Minka, Tamiko und Bilchen  für eure ausführlichen und offenen Beiträge.

    Es ist beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich ihr an das Thema herangeht
    und welche Gedanken und Erfahrungen ihr mit uns teilt. Genau solche Beiträge
    machen unser Forum wertvoll.
    Liebe Tamiko
     was du alles erlebt hast, von deinen Reisen über deine Zeit in der Schweiz bis hin
    zu den vielen Eindrücken aus verschiedenen Kulturen, das hat mich wirklich
    beeindruckt. Man spürt in deinen Zeilen, wie viel Stärke, Lebenserfahrung und
    Weitblick du mitbringst.
    Liebe Bilchen,
    auch dir möchte ich danken. Deine Offenheit darüber, wie dich die Corona Zeit
    persönlich belastet hat und wie du gelernt hast, mit Informationen, Ängsten und
    Unsicherheiten umzugehen, hat mich sehr berührt. Es zeigt, wie unterschiedlich
    Menschen Krisen erleben und wie wichtig es ist, ehrlich darüber zu sprechen.

    Was ich noch hinzufügen möchte
    Bei all den weltweiten Entwicklungen, egal, wie man sie persönlich einordnet,
    merke ich immer wieder, wie sehr das alles uns Menschen innerlich bewegt.
    Es geht nicht nur um Nachrichten oder Meinungen, sondern darum, was diese
    ständige Unruhe mit uns macht. Mit unseren Gefühlen, unserer Sicherheit,
    unserem Vertrauen und unserem Alltag. Jeder von uns trägt seine eigenen Sorgen,
    seine eigene Geschichte und seine eigenen Belastungen. Und genau deshalb finde
    ich es so wertvoll, dass wir hier im Forum offen miteinander sprechen können, ohne
    uns gegenseitig zu verurteilen. Ich freue mich auf weitere Gedanken von euch und
    von allen, die vielleicht still mitlesen, aber trotzdem Teil dieser Gemeinschaft sind.


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    gender Minka
    gast gast
    Minka
    time Gepostet am 2026.04.10, 15:24 Uhr

    Liebe Tamiko,

    Ich kann viele Punkte in Deinen Posts unterschreiben. Ich selbst habe 2015 auch 9 Monate in Myanmar gelebt und sah in Aung San Suu Kyi auch eine tolle Präsidentin, die im Land ungeheuer beliebt war. Leider hatte sie ja schon vor ihrer Regentschaft große Probleme mit der Militärjunta dort und einige Hausarreste und Verfahren hinter sich. Das Volk liebte sie, dem Militär war sie ein Dorn im Auge, und so kam es dann ja auch zu ihrem Sturz, und sie wird in ständig neuen Verfahren immer wieder zu neuen Haftstrafen verurteilt, so dass man sie wohl nie wieder in politischer Verantwortung sehen wird. Die Brutalität der Junta hat auch mich sehr überrascht. Man hat ja blindlings in demonstrierende Menschengruppen geschossen und unzählige Menschen getötet. Von der Aggression gegen die Rohinya ganz zu schweigen, denen man ihre Dörfer angezündet hat. Dabei war Myanmar ein so wunderschönes Land mit einer grandiosen Kultur und auch bei Touristen sehr beliebt. Man dachte damals immer, das sei so weit weg, aber mittlerweile ist die Bedrohung ja relativ nahe gekommen mit dem Iran und der Ukraine und betrifft uns alle.

    Es wäre schade, wenn Du Dich durch die globalen Ereignisse gezwungen sähst, wieder auf die Philippinen zurückzukehren, so schön wie es da auch sein mag. Ich war auf Bali, was ja noch ein Stück weit weg ist von den Philis, aber doch schon sehr vergleichbar ist. Europa und Indonesien sind eben sehr verschieden. Es ist dort die schöne Natur und die exotische Einfachheit des Lebens, während Du hier zumindest bis jetzt den Fortschritt und die relative Sicherheit genießen konntest.

    Gerne würde ich auf Deinen Absatz eingehen, in dem Du schreibst:

    Sicher sind es Propaganda Sender aber mit dem Wissen, das sie im großen Stil Fakenews verbreiten kann man durchaus genau dann wichtige infos für sich abrufen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass die westlichen Sender oft zeitverzögert und wenn dann nur in kleinen Beiträgen dann Wochen später die News aus diesen Sendern zum Teil - mit Abstrichen - sogar bestätigen:

    Es verwundert mich nicht, dass westliche Sender nur in kleinen Beiträgen aus Asien berichten. Umgekehrt findest Du auch in asiatischen Zeitungen kaum tiefschürfende Erörterungen über Probleme in Deutschland. Es liegen eben 10.000 km und mehr zwischen unseren Ländern, und so wird auch das Interesse des Lesers an Schwierigkeiten in fernen Ländern, z.B. in Deutschland, entsprechend gering sein. Und mit der Berichterstattung von Fake News verbreitenden Sendern ist es natürlich das Problem, die Fake News zu erkennen. Da ist man ja auch oft geneigt, das als Fake News zu bezeichnen, was einem persönlich nicht gefällt. Wir werden das nie total sauber filtern können, da wir Deutschen nicht das Verständnis haben, das man in diesen Ländern hat. Du als Asiatin bist da natürlich klar im Vorteil.

    Aber ich hoffe doch, dass irgendwann auch der Westen feststellt, dass ein Leben in Trümmern wie in Gaza, Beirut und Teheran nicht das erstrebenwerte Ziel der Menschheit ist. Und ein Trump, ein Netanjahu und ein Putin sollte sich mal die Frage stellen, mit welchem Recht sie die Existenz dieser Menschen in Grund und Boden bomben und Hunderttausende töten bzw. aus ihrer Heimat vertreiben. Der normal denkende Mensch kann darin keine Logik sehen. Als Trump den Menschen im Iran kommunizierte "Hilfe sei auf dem Weg", da hatten sich die Iraner diese Hilfe sicher ganz anders vorgestellt.

    Liebe Bilchen,

    auch bei Dir finde ich einige Punkte, die ich teile. Ja, das ZDF habe ich auch schon lange von meiner informationsgebenden Senderliste gestrichen. Bei n-tv ist mir das in der Form so nicht aufgefallen. Das Corona-Thema bewerte ich da ganz anders, aber ich akzeptiere auch, dass Du da eine andere Meinung hast. Ich persönlich denke schon, dass durch die Impfungen weltweit "nur" 7 Millionen Menschen gestorben sind. Ohne diese Impfungen wären es wahrscheinlich viele Millionen mehr gewesen. Ich selbst habe drei nahe Verwandte durch Covid verloren, nachweislich durch Covid und nicht durch Grippe oder Vorerkrankungen. Und ich bin nur einer von 3 Milliarden Menschen, oder wie viele haben wir jetzt? 

    Auch das Wort "Querdenker" würde ich in dem Zusammenhang nicht überbewerten. Natürlich war da eine Gruppe ganz bestimmter Querdenker gemeint, nämlich die, die mit ihren Äußerungen nach Ansicht der Wissenschaft Menschenleben gefährdeten. Dass bestimmte Berufszweige Querdenker suchen, ist sicherlich wahr, aber man meint damit dann doch eher Menschen, die auch "um die Ecke denken können" und dadurch zu anderen, evtl. besseren Ergebnissen kommen. Aber ich stimme zu, dass Unsicherheit und Verängstigung dadurch verbreitet wurden, dass sich schnell zwei Lager bildeten, die beide ihre Einschätzungen lautstark vorbrachten und der Laie sich somit gar nicht mehr zurechtfinden konnte.

    Deinen Absatz bezüglich der Mauer in den Köpfen bezüglich Ost/West teile ich zu 100 %. Ich bin als jemand aus dem Westen gerne in die neuen Bundesländer gereist und habe das genauso wie Du empfunden.

    Die Formulierung "was da seit Jahrzehnten aus Berlin kommt", teile ich allerdings nicht. Man sollte nie vergessen, dass eine Regierung immer situationsbezogen und schnell reagieren muss, und dass dabei auch Fehler passieren, finde ich ganz normal. Um da auch nochmal einen Bezug herzustellen: Sowohl Covid, wie auch 2015 die Flüchtlinge waren plötzlich von einem Tag auf den anderen Tag da und erforderten umgehende Reaktionen. Und der schnell entwickelte Impfstoff war nun mal das Einzige, was man derzeit hatte, um seine Bevölkerung zu schützen. Und bei den Flüchtlingen war man gesetzestreu und hielt sich daran, die Zuwanderer zunächst einmal aufzunehmen und vor Krieg und Verfolgung zu schützen. Überrannt hat uns am Ende das Ausmaß.

    Bei den politischen Farben bin ich allerdings schon etwas vorsichtiger, besonders der Farbe Blau gegenüber. Da finde ich einiges schon sehr gefährlich, was da so zu hören und zu lesen ist. Und wenn man die Debatten im Deutschen Bundestag verfolgt und auch sieht, wie diese Damen und Herren sich dort benehmen und verhalten, dann kann man das eigentlich nicht verstehen, geschweige denn gutheißen. Aber auch da ist es wie mit Covid, es gibt verschiedene Meinungen, und der Eine schlägt sich auf DIE Seite und ein anderer auf die andere. Das ist eben unsere Demokratie, und wir müssen das aushalten. Aber wir sollten uns sehr wohl überlegen, wem wir da unsere Stimme geben. WIR haben die freie Wahl. Viele andere Länder haben die NICHT.

    Was ich, wie Usuri, gut finde, dass wir das hier im Forum doch frei schreiben können, ohne uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Hier ist ein geschützter Raum, wo das möglich ist. In einem öffentlichen Raum im Chat wäre das nicht möglich.

    Vielen Dank für Eure Meinungen.

    LG
    Minka




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    like gefiel durch: Frl Piepenbrink, Tamiko, Usuri, Vampi

    gender Dirk550
    active active
    Dirk550
    time Gepostet am 2026.04.10, 23:02 Uhr


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    like gefiel durch: Usuri, Vampi

    gender Usuri
    smod smod
    Usuri
    time Gepostet am 2026.04.12, 11:42 Uhr

    Mir geht es dabei gar nicht darum, politische Inhalte zu bewerten oder
    miteinander zu vergleichen, das möchte ich bewusst nicht. Viel wichtiger
    ist für mich, wie all diese Ereignisse, Entwicklungen und Nachrichten uns
    als Menschen berühren. Jede Geschichte, die jemand erzählt, zeigt ein
    Stück davon, wie wir Dinge wahrnehmen, wie wir sie innerlich verarbeiten
    und was sie emotional mit uns machen. 
    Gerade deshalb schätze ich es sehr,
    dass wir hier im Forum offen miteinander sprechen können, ohne uns
    gegenseitig zu verurteilen. Jeder bringt seine eigene Sichtweise, seine
    eigenen Erfahrungen und auch seine eigenen Sorgen mit. Und am Ende geht
    es doch darum, dass wir einander zuhören, voneinander lernen und verstehen,
    dass all diese weltweiten Ereignisse nicht nur irgendwo da draußen passieren,
    sondern auch in uns etwas auslösen, Unsicherheit, Nachdenken, Hoffnung,
    Angst, Stärke oder einfach das Bedürfnis, sich auszutauschen. 

    Und zum Schluss möchte ich euch allen noch danken für eure vielen Gedanken
    und offenen Antworten. Es bedeutet mir viel, dass wir hier so respektvoll
    miteinander sprechen können.


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    like gefiel durch: Dirk550, Minka, Tamiko, Vampi

    gender Minka
    gast gast
    Minka
    time Gepostet am 2026.04.13, 01:48 Uhr

    Dirk 550, 

    in allen vier Thesen steckt ein Fünkchen Wahrheit, klar. In der einen ein bisschen mehr, in der anderen weniger. Aber glaub mir, ich habe in mehreren Ländern Südostasiens gelebt und sage daher, dass wir schon auf der besseren Seite der Welt leben. Wir haben ein soziales Netz, das einen Großteil der negativen Auswirkungen dieser Thesen zumindest zu einem gewissen Teil auffängt. Wir haben hier unzählige Möglichkeiten, Unterstützungen in Anspruch zu nehmen. Hier gibt es Arbeitslosengeld, eine Rente und Bürgergeld, hier gibt es Kindergeld, Elterngeld, Wohngeld, Vergünstigungen hier und da, ob das die vergünstigte Kinokarte ist oder der ermäßigte Eintritt für Rentner oder Schüler ins Museum, es gibt die Tafel, soziale Kaufhäuser, Kleiderkammern, Möbelkammern, Hilfe durch Ehrenamtliche. Wir haben Krankenkassen und bekommen Medikamentenzahlungen unterhalb eines bestimmten Einkommens von denen erstattet. Wir bekommen Steuererstattungen, viele private Aktionen wie Bücherschränke mit kostenlosen Büchern, wir haben eine Pflegeversicherung, die bei Altenheimkosten einspringt, wir können Bestattungskosten, Brillen, Zahnersatz als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Es gibt Reisespesen, Unterstützung bei Kosten für teure Klassenfahrten... frag mal jemanden in Sri Lanka, Pakistan oder Myanmar, was es davon in ihren Ländern gibt. Wir jammern also auf sehr hohem Niveau, wenn wir der Meinung sind, dass es uns schlecht geht, und jeder sollte mal ein paar Wochen in einem der erwähnten Länder leben oder mit den Menschen sprechen. 
    Und wenn sich hier etwas erhöht, wird sofort nach Maßnahmen gerufen, die die erhöhte Belastung wieder mildern. Klappt nicht immer, ich weiß, aber hier und da dann doch.  Natürlich treffen uns Auswirkungen von Kriegen und Katastrophen, und sie sind auch schmerzhaft, weil wir es in besseren Zeiten anders gewohnt waren. Aber seien wir auch so ehrlich, dass in den letzten Jahren viele Dinge über uns hereingebrochen sind, die es jeder Regierung, egal wer sie stellt, schwer machen, allen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht zu werden. 
    Und nun bin ich am Ende dann doch politisch geworden, was gar nicht mein Ansinnen war, aber irgendwann kommt die Politik dann doch immer wieder ins Spiel, weil sie unsere Gelder verwaltet und verteilt. Und bei aller Kritik bin ich der Meinung, dass sie es vergleichsweise zu den erwähnten Ländern immer noch recht gut macht. Jeder ist da anderer Meinung, was an Ausgaben notwendig ist und was nicht. Aber wir haben über 83 Millionen Einwohner und davon über die Hälfte Bundeskanzler :-), die alle besser wissen, wie es geht. In einem anderen Thread schrieb Tum Leh sinngemäß: Wenn ihr nicht zufrieden seid, bewerbt euch um Ämter und macht es besser.

    Das kann ich nur unterschreiben.

    Und damit der Kreis sich auch vollends schließt, gebe ich auch Usuri Recht, wenn er sagt, dass die Geschehnisse etwas mit uns machen. Natürlich, wir ärgern uns. Der eine zuckt nur mit den Schultern oder schüttelt nur den Kopf, der andere wird wütend, und einige bekommen sogar Herzattacken. Jeder reagiert anders. Nicht umsonst geht ja der Witz, dass an Tankstellen jetzt auch Seelsorger angestellt sind, die bei erneuten Preiserhöhungen erste Betreuung anbieten. :-)

    Mein persönliches Fazit: 

    Wir haben viel, wir hatten mal mehr, aber wir haben immer noch ausreichend. Andere haben gar nichts. Und das sollten wir nie vergessen.

    In diesem Sinne,

    LG Minka


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    like gefiel durch: Tamiko, Usuri, Vampi

    gender Tamiko
    active active
    Tamiko
    time Gepostet am 2026.04.13, 21:42 Uhr

    Usuri Zitat : Gerade deshalb schätze ich es sehr,
    dass wir hier im Forum offen miteinander sprechen können, ohne uns
    gegenseitig zu verurteilen. Jeder bringt seine eigene Sichtweise, seine
    eigenen Erfahrungen und auch seine eigenen Sorgen mit. Und am Ende geht
    es doch darum, dass wir einander zuhören, voneinander lernen und verstehen,
    dass all diese weltweiten Ereignisse nicht nur irgendwo da draußen passieren,
    sondern auch in uns etwas auslösen, Unsicherheit, Nachdenken, Hoffnung,
    Angst, Stärke oder einfach das Bedürfnis, sich auszutauschen. 


    Lieber Usuri, genau das erlebte ich mit 16 Jahren eine Zeitlang als ich in Deutschland ankam. Ich bewunderte die Offenheit, auch der Umgang in den Medien TV, wie trotz kontroverse und gegensätzliche Ansichten man bedacht war ein Konzens zu finden und den Gegenüber respektierte auch wenn manchmal harte Worte vielen und der eine oder andere verbal mal entglitt. Man war da auch noch nicht so übersensibel wie heute, trotzdem ging es irgendwie.

    Es ist schön, dass es hier so eine Plattform gibt, wo das noch geht. Das ist inzwischen nicht mehr die Normalität. Wie du schon erwähnst, jede Person bringt eigenes Leben mit eigene Erfahrungen damit auch andere Sichtweisen. Meinungen, Erfahrungen sind durch familären Hintergrund regionalen Kulturellen auch ideologischen sowie religiösen sehr Mannigfaltig in unendlichen Variationen.

    Ein gute/r Diplomat/in, würde versuchen wie in der Mathematik zumindestens den kleinsten gemeinsamen Nenner finden um eine Diskussionsgrundlage zu bilden, anstatt zu pauschalisieren und Gräben zu ziehen.
    Wir müssen wieder lernen Ängste , Sorgen ernst zu nehmen und nicht stur die eigene Ideologie zu folgen und nicht wie es heute ist, wer nicht folgt ist Dumm und das Böse. Die heutige politische Situation in Deutschland , ja in ganz Europa ist nämlich eine Folge davon auch das die Menschen sich radikalisieren. 



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    like gefiel durch: Minka, Usuri, Vampi
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