NEUES THEMA
Gepostet am 2026.05.03, 09:26 Uhr
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Eine Mutter – Drei Optionen Teil 2
„Ich will nicht sterben“, flüsterte Sina kaum hörbar, und dieser Satz traf Annabell wie ein Schlag – härter als jeder körperliche Schmerz. „ZIEH UNS HOCH!“, schrie Josie plötzlich. Ihre Angst schlug in Wut um, in verzweifelten Widerstand. „Du schaffst das! Du bist doch immer die, die alles schafft!“ Annabell presste die Lippen zusammen. Ihre Arme zitterten jetzt sichtbar – kleine, unkontrollierbare Bewegungen, die sie nicht mehr stoppen konnte. „ICH KANN NICHT!“, rief sie zurück, und es lag kein Zweifel mehr darin, keine Beschönigung, nur noch die nackte Wahrheit. „Ich kann euch nicht beide hochziehen!“ Für einen Moment sagte niemand etwas. „Was … was meinst du damit?“, fragte Sina schließlich, ihre Stimme klein, kindlich, voller Angst. Annabell schloss kurz die Augen, als würde sie dadurch die Realität verändern können. Doch als sie sie wieder öffnete, war alles noch da. „Ich habe … drei Optionen“, sagte sie langsam, jedes Wort ein Kampf gegen sich selbst. „Nein“, flüsterte Josie sofort, dann lauter: „Nein! Nein! Du brauchst keine Optionen!“ – „Hört mir zu!“ Annabell zwang sich weiterzusprechen, obwohl alles in ihr dagegen schrie. „Wenn ich … eines der Seile durchschneide, kann ich vielleicht eine von euch retten. Euch beide gleichzeitig hochzuziehen, schaffe ich niemals –“ „NEIN!“, Josies Schrei schnitt durch die Luft, roh und voller Angst. Sina begann wieder zu weinen, unkontrolliert, verzweifelt. „Mama, bitte … bitte nicht …“ Annabells Hand lag fest um den Griff des Messers, so fest, dass ihre Finger schmerzten, doch sie spürte es kaum noch. „Oder … beide Seile“, brachte sie hervor, kaum hörbar. Sofort kam Josies ungläubige, gebrochene Antwort: „Du würdest uns töten?!“ Annabell schüttelte den Kopf, Tränen liefen ihr über das Gesicht. „Oder wir fallen alle gemeinsam …“
Annabells Tränen liefen unaufhaltsam über ihr Gesicht, vermischten sich mit Staub und Schweiß, während ihr Atem unregelmäßig ging und jeder Muskel in ihrem Körper unter der unerträglichen Last zitterte. „Ich liebe euch“, sagte sie schließlich, leise, brüchig, aber mit einer Klarheit, die alles andere übertönte. Sofort kam Sinas Antwort, panisch und gleichzeitig verzweifelt: „Ich dich auch – Mama!“ Josie hingegen schwieg einen Moment, als würde sie gegen etwas in sich kämpfen, gegen die Realität, gegen die Angst, gegen das, was sie ahnte – und dann sagte sie leise, mit einer Reife, die nicht zu ihrem Alter passte: „Wenn … wenn es sein muss … dann versuche, eine von uns zu retten.“ Langsam, fast mechanisch, zog Annabell das Messer aus der Scheide. „Mama …?“, flüsterte Sina, kaum mehr als ein Hauch, während Josie die Augen schloss, als würde sie sich vorbereiten, als hätte sie bereits akzeptiert, was gleich geschehen könnte. Annabell sah nach unten. Sie konnte ihre Töchter nicht sehen, nur die straffgespannten Seile, die sich in der Leere verloren. Ihr Griff um das Messer wurde fester, während ihr Herz so laut schlug, dass es alles andere übertönte – und in der nächsten Sekunde bewegte sich ihre Hand mit dem Messer.
Liebe Userinnen und User, Annabell steht vor drei Optionen:
Erste Option: Sie schneidet das Seil von Josie durch, weil sie hofft, Sina mit ihrer letzten Kraft noch hochziehen zu können.
Zweite Option: Sie schneidet beide Seile durch, um sich selbst zu retten.
Dritte Option: Sie würde es nicht ertragen können, ihre beiden Töchter in den Tod zu schicken, und würde sich selbst mit in den Abgrund reißen lassen.
Welche Option wählt Annabell? Oder besser gefragt: Welche Option würdet ihr an ihrer Stelle wählen? Ich bin gespannt auf eure Antworten – schreibt sie in die Kommentare!
Gruß
eure Fürstin der Nacht
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