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Das Leben, wir kommen. Der Tod wir gehen.

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MondHexe
time Gepostet am 2026.08.01, 21:17 Uhr          chart 47 Besuche




Es ist auch hier im Chat immer mal Thema, der Tod. Ich finde das man darüber reden sollte, Menschen kommen und gehen. Durch Krankheit, Unfälle wie auch immer. Wer möchte, darf hier gerne rein schreiben. Ich bin ehrlich das ist ein sensibles Thema, auch Ich habe schon meine Erfahrungen damit machen müssen. Denn die Menschen die von uns gegeangen sind, sind immer noch da weil wir an Sie denken und mit denen die wir noch haben unsere Erinnerungen teilen.


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Sora
time Gepostet am 2026.08.01, 23:24 Uhr

Danke für das öffnen des Beitrags. Ich habe ja schon ein wenig von meiner sanften Seite heute gezeigt in der lobby. Etwas von meiner beruflichen ran gehensweise und ein bisschen davon wie es privat eben anders emotional zuschlägt. 

Ich überlegte ob ich das zum Themenabend vorschlage oder eben Im  Forum mal anspreche. Da hast du das schonmal mir abgenommen. Schön das auch du den Gedanken hattest. 

Meine erste Lektion diesbezüglich beruflich war, das Sterben ist ein Teil des Lebens, samt seiner sterbephasen. 

Je älter man wird desto mehr begreift man den Tod. So mit 11 als der Ehemann meiner Tagesmutter starbt, da war er einfsch weg und ich Begriff das nicht, emotional. Mit den Emotionen konnte ich nicht umgehen, ich weinte viel und spielte dann mit meiner besten Freundin draussen emotional wie Tod. Ablenken und der überforderung aus dem Weg gehen. 

Das nächste Mal "schlug der Tod zu" da war ich 15 oder 16. Mein Opa ging mit so naa 58 ca von uns unvorhergesehen. Die Tragweite Begriff ich als meine Tante aus America ad hoc ein flog und wir auf Beerdigung standen. Irgendwie berührte es mich erst nicht. Aber dann schaute ich zu Mama, Tante, Oma, und es kamen bei 3 Generationen ( mir eingeschlossen) die Tränen. 

Später als ich in Sachsen war da starb mein Onkel, hinterließ Frau und 2 Kinder, da bin ich Mitte Zwanzig gewesen. Den Einfluß seiner Lücke spürt man heute noch in der Familie. Alle enger zusammen gerückt und jeder sofort für jeden da. Jeder schickt direkt jeden bei Rücken, Arm oder Brustschmerzen zum Arzt. 

Ja so mitte 20 da ging das beruflich richtig los, klar vorher pflegte ich als Helferin, aber da begann 2017 meine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft. Meine Chefin nahm mich explizit mit in ein Zimmer einer verstorbenen.  "Du wirst assistieren, Kleidung und Bettwäsche reichen. ". Es war meine erste "Aufbahrung" aus Respekt und für die Würde der Gegangenen nach langer schwerer Krankheit, nachdem Bereitschaftsarzt da war und sie wieder bewegt werden durfte. Ich sah das erste mal so richtig für eine halbe Stunde eine verstorbene Person, einen Menschen. Die Mimik, der Körper ohne Spannung usw. Die Waschung und das Umkleiden, Bett beziehen, das Kerze anzünden und Rose in die Hände legen. Beruflich wurde das für mich "Normalität", Altersheime sind eben keine Jugendherberge. Auch die Begleitung der Sterbenden und ihre Angehörigen wurde Teil meiner Tätigkeit. Früher war ich schüchtern und hatte Angst falsches zu sagen, nun bin ich aktiv direkt an den Prozess ran. Sterben gehört zum Leben. Palliative Begleitung mit Snoozellichtern, Fussballspielen Im TV, Johannesbärschorle oder Bier. Mit Gesprächen und tröstenden Worten. 

Später wurde meine Mutter schwer krank, ich ließ alles stehen und liegen und kümmerte mich um sie. Arbeitete nur noch 70%. Sie hat den Krebs überlebt, das vorweg.

Ich hatte das erste Mal das Halsschnürrende Gefühl mit dem Elefanten auf meiner Brust. Zog mich viel zurück und weinte sobald man es ansprach und nicht meine Mutter war.  Es war eine Angst die lähmte. Jeder Termin. was ist es genau? wo sitzt es? welches stadium? welche therapie? Was  heisst das? Was bedeutet das? Wo müssen wir hin fahren? Warum mit der Nadel in den Knochen? Was zeigt das Blut? Usw.. 
Wir waren so überfordert das wir Tage vorher fragen notierten und dann Im Arztgespräch den Arzt mehrmals das gleiche fragte, wie ist das gemeint? Können sie das nochmal erklären? Was bedeutet das? Wofür sind die Tabletten? 

Es war eine intensive Zeit in der ich später Selbsthilfegruppen für Angehörige von krebspatienten suchte aber nichts passendes fand. 
Man steht wirklich da mit zitternden Händen bei den Tabletten und dem richten dieser und kontrolliert sich selber zig mal obwohl man auf arbeit einmal die Woche für 20 Leute gerichtet hatte früher. 
Wir saßen immer als Familienrat am Esstisch, besprachen alles, wie geht's weiter, arbeit, Krankenkasse, Krankenhaus, Arzt, fahrdienst, Apotheke usw

Am einschneidensden war der Tag als meine Mutter in die Einfahrt ging, und unsere Nachbarin ansprach. " Du Tanja. Ich habe Krebs, wenn ich die nächste Zeit Pläm Pläm bin und Perücken trag, okay...?".( Sie gingen früher zur Schule zusammen). Es war ein heißer fränkischer Hitzetag. Danach holte sie die Schermaschine und setzte sich auf den Gartenstuhl, "Auf geht's kind. Haare schneiden" Mama konnte das nicht (ich auch nicht 😉), technisch scion aber emotional nicht. Sie sah in die Hecke und auf ihre Hänge die sie bepflanzt die letzten Jahre und ich kniff alles in mir zusammen und begann mit dem (kahl-) Schnitt. Es dauerte gefühlt ewig und ich stand hinter ihr. Später am Ende angekommen sah ich sie an und da haute es mich um, sie aber auch. Wir schauten uns in die Augen, Ich riss einen Witz während meine Löwin vor mir ihre Mähne verloren hat und als sie so ins Bad ging für ne Stunde da setzte ich mich auf die Terasse und rauchte eine nach der anderen. 
Evolutionär bedingt ist der Mensch ja dazu ausgelegt anzugreifen oder zu jagen. Machen wir heute ja nicht mehr. Ich hätte davon rennen und schreien können. In dem Moment fiel die Trance des nicht wahrhabens von einem ab (da waren schon 2 Zyklen durchlaufen) und es erschlug einen die Realität, die die ganze Zeit schon da war. Die unbesiegbaren Eltern sind sterbliche. Irgendwann werden sie sterben. Ich bin heut noch sehr aufgeweicht und gezeichnet davon. Und es ist schon 3 jahre bald her. 


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gender Sora
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Sora
time Gepostet am 2026.08.01, 23:28 Uhr

Mal den Bogen zum cleef zurück gespannt. Es hat mir in solchen Momenten oft geholfen hier zu sein. Man konnte in ruhe sich ablenken lassen, man konnte im PV mit wem drüber schreiben wenn man es selber wollte. Man besprach sich mit anderen Betroffenen und man kann allg hier Gefühle äußern die andere tatsächlich verstehen dahin gehend. Und das ohne Scham. Und man findet seine kleine Hilfeperson oder - Gruppe die in der Achterbahn des Todes oder Krebs schon drin war als Angehörige Person 


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Sora
time Gepostet am 2026.08.01, 23:31 Uhr

Und ja ich habe Freunde, Kollegen und Partnerin sowie Familie die das wussten. Aber man hat arbeit mit Kollegen, Alltag mit Familie, Alltag mit der Partnerschaft. Da will man denen Luft lassen, leben lassen.. Und kommt dann hier her


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Sweetie
time Gepostet am 2026.08.02, 18:11 Uhr

Hallo ihr zwei...bin total ergriffen von euren Buchstaben.

Ja der Tod gehört zum Leben,aber für mich ist er immer noch mit viel Schmerz und Trauer besetzt...er kann bei schwerkranken Menschen auch eine Erlösung sein,die ich den Betroffenen,wenn der Wunsch besteht auch von Herzen gönne.

Aber gleichzeitig ist er so schwer zu greifen...zu verstehen...zu verarbeiten.
Ich dachte wenn man Zeit hat Abschied zu nehmen,weil eine Krankheit das Ende besiegelt kann man sich besser darauf vorbereiten,was einen erwartet.Aber ganz ehrlich bei mir funktionierte das nicht...noch jetzt treibt es mir Tränen in die Augen wenn ich daran denke,obwohl es einige Jahre her ist.
Anfangs konnte ich nicht drüber sprechen,kein Bild oder Video sehen...die Handschrift nicht lesen weil es alles aufwühlte...Jahre...ich hatte keine Zeit zum wirklich trauern,denn ich musste funktionieren und das Leben musste weitergehen.

Einige Jahre später der nächste Tiefschlag...von jetzt auf gleich ein gesunder Mensch ohne Vorerkrankungen oder Unfall aus meinem Leben gerissen...der zweite Fels weggebrochen.
Gestern noch telefoniert und geknuddelt...zweimal geblinzelt und für immer fort...War auch nicht leichter zu verarbeiten als  der erste Tiefschlag. frown

Jeder geht mit Trauer anders um...und das ist gut und richtig so...der eine weint,der Andere zieht sich zurück und wieder Andere brüllen den Schmerz heraus.

Nur der Gedanke zu wissen,dass jemand da ist,wenn man ihn braucht stärkt in diesen Situationen und schenkt unendlich viel Kraft!

Macht die Augen auf und achtet aufeinander...wenn jemand Hilfe brauchen könnte seid da und bietet euch an...


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gender Sora
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Sora
time Gepostet am 2026.08.02, 18:49 Uhr

Ja kein bild oder video sehen.. 

Ich hab gegangene und generell auch lebende Menschen immer lebhaft im Kopf, erinnere ich mich an sie oder situationen. 

Hart war auch immer der aha Moment zu merken, ich hab die Stimme vergessen. Ihre Stimme, seine Stimme... 
Bei meinem Tagespapa haute es mich da mit 12/13 nochmal um nachdem er starb als ich 11 war. Ich bin auch erst mit 17 zum Grab. 


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like gefiel durch: Dirk550, Sweetie, Vampi

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Vampi
time Gepostet am 2026.08.02, 18:52 Uhr

Ja der Tod, ich erlebe das auch fast jeden Tag auf Arbeit, vor ca. 11 Jahren hatte ich meine Ausbildung zum Notfallsanitäterin gemacht da erlebt man das auch schon als Azubi, nach der Ausbildung bin ich ins KH gegangen und war ca. 2 Jahre auf der Palliativ Station tätig da erlebt man es noch mehr bei den Patienten mit unheilbare Krankheiten und sterbende Patienten. Seit 4 Jahren bin ich wieder im Rettungs.-bzw. Brandschutzwesen tätig also ich erlebe fast jeden Tag den Tod. Ja wie damit umgehen man muss darüber sprechen immer sprechen niemals schweigen, weil man sich sonst selber kaputt macht.

Seit 2024 wurde meine Mutter sehr schwer Krank war Pflegebedürftig hatte Durchblutungsstörungen und eine Blutvergiftung gehabt, Sie hatte sich ein Jahr noch gequält und ist am 05. Oktober 2025 leider Verstorben. Mein Vater ist auch leider verstorben am 28. Dezember 2025, er kam eine Woche vor Weihnachten ins KH mit schwere Lungenentzündung leider haben die Ärzte die Lungenentzündung nicht mehr im Griff bekommen.

Ja das war ein schwere Schlag für mich gewesen beide Elternteile in der kurzen zur verlieren, ich bin ehrlich ja hab nach gedacht ob das Leben noch ein Sinn hätte aber ich hab mir Hilfe gesucht bei Freunden und beim Pyschologen wo ich noch teilweise immer noch in Behandlung bin und es hilft wenn man jemand hat zum Reden.


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gender carina
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carina
time Gepostet am 2026.08.02, 19:51 Uhr

Ich habe eure Beiträge sehr aufmerksam gelesen und stimme zu, jeder begegnet dem Tod auf verschiedenen Ebenen, ich beruflich, natürlich auch sehr privat, habe beide Eltern bis zum letzten Atemzug begleitet und doch war für mich die Erfahrung 2 mal selbst dem Tod sehr nah gewesen zu sein sehr prägend. Ohne meine Familie, vielen Gesprächen mit Menschen auch im Chat und natürlich Therapeuten wäre ich nicht das was ich jetzt bin. Daher ist es sehr individuell wie jeder mit diesem Thema umgeht. 


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Florescence
time Gepostet am 2026.08.02, 22:06 Uhr

Ihr Lieben,
ich wünsche mir für euch alle einen warmen Ort, an dem eure Seele Zuflucht findet, wenn sie diese am dringendsten braucht. Ganz egal, wie dieser aussieht und wer mit euch da hindurchgeht oder vielleicht auch einfach "nur" symbolisch dort auf euch wartet.

Ich denke mir, der Tod ist etwas, was uns alle in unserer Menschlichkeit eint. Unabhängig davon, was uns sonst im Leben trennt: unsere Ansichten, Gedanken, Erfahrungen, unser "Status" in der Gesellschaft oder die Chancen/Herausforderungen, die wir im Leben erhalten oder zu meistern haben.
Er ist Teil unserer aller Leben. Und genau das macht ihn doch auch zu einer Ebene, auf der wir uns - ungeachtet aller gesellschaftlicher Konventionen -  als Menschen begegnen können. Wenn ich darüber nachdenke, alleine den Gedanken empfinde ich als tröstlich! 

Und denkt in diesem Zusammenhang auch darüber nach, was ihr schon alles überwunden habt - vielleicht Situationen, von denen ihr niemals gedacht hättet, dass ihr stark genug sein würdet, diese überstehen zu können:
Und dennoch seid ihr alle heute hier! 

Das wollte ich euch einfach mal schreiben! smile


Ein Themenabend dazu wäre sicherlich sehr spannend! 

Alles Liebe 

Flores 


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Bilchen
time Gepostet am 2026.08.04, 04:40 Uhr

Ich glaube man legt in solchen Zeiten, in denen man selbst betroffen ist, so etwas wie eine "Schutzmaske" auf - der Kopf sieht in
Leidens/Risikozeiten durch eine rosa Brille. So war es bei mir, aber da
muss ich ausholen. ....

... Hatte 2018 eine Ohnmacht auf der Treppe (zumindest ein kurzes weg treten) aus dem Tanzen heraus nachdem
wir von einem Konzert kamen. Alles war bis dahin nur prima & schön.
Keine Luft bekommen und Schmerzen ohne Ende. Montags zum Hausarzt und
der hat uns gleich weiter überwiesen zum Röntgen etc weil Schulter &
Rippen unsagbar weh taten. Diagnose: Rippen & Schulterprellungen
....... Schmerzen wie noch nie zuvor muss ich ehrlich zugeben.
Bekam auch jeden Tag beim Hausarzt meine Kortisonspritze gegen die Schmerzen, was auch zeitweise sehr half.
Bis der Doc meinte das wird zu viel mit Kortison, Er stellt mich nun auf
Schmerzmittel ein ..... und hier kommt der Punkt an dem ich selbst nicht
weiter nachdenken will .....
Medikament "Diclofenac" ..... was immer nur ein paar Stunden half. Habs dann alle 3-4 Stunden immer eingenommen
weils echt alles immer weh tat. Aber alles tat weh, ich konnt nicht
liegen, ich konnt nicht stehen ..... aufstehen usw ging nur mit Hilfe.
Und dann kamen die Brust/Bauchschmerzen dazu (genau wo die Rippen unten
anfangen in der Mitte). Montags früh sagte dann mein Schatz Sie macht
das nimmer mit, das sei nicht normal ... und fuhr mich hier in der
nächsten Kleinstadt zur Unfallaufnahme. Die wollten den Bauch
Notfallbehandeln, Sclauch schlucken usw ..... bei der Voruntersuchung
EKG gemacht ...... und plötzlich war der Raum voll mit Notärztin und
mind 10 Leute ....... neue Diagnose: Herzinfarkt !!!!! (mit 28!!!)
Schmerzmittel bekommen (was plötzlich wunderbar half, ich war das erste mal seit über
1 Woche echt schmerzfrei), und mitn Hubschrauber vom kleinen KH zur
Klinik geflogen, weil die Strassen zu mies waren bis dahin. 

Dort angekommen sofort in OP .... Katheter usw, Herzstillstand gehabt, den
ich aber selbst gar nicht so wahr genommen hab (es wurde nur dunkel).
Dann wurden mir Stents gesetzt im Laufe der nächsten Zeit und ich sollte ein
paar Monate warten bis man mir meinen Defi einsetzte. In der
Zwischenzeit war ich in der Anschlußheilbehandlung, wo der Arzt dort
offen sagte "was sollen wir hier mit Ihnen? Sie sind näher am Tot als an
der Heilung" ..... was ich zuerst gar nicht so ernst gesehen hab
(wahrscheinlich die rosa Brille im Kopf). - Aber es wurde aus der AHB
eine "Vorbereitung auf die kommende OP .....

Ein paar Wochen später bekam ich dann meinen Defi implantiert, das war alles (relativ)
"prima" ...... rein in OP - raus aussen OP - während der OP wieder einen
Stillstand gehabt, wieder nix von gemerkt, außer beim ersten wach
werden hatte ich den Chirugen danach gefragt weshalb Er mich gehauen
hatte. Aber außer Wundschmerz keine Komplikationen. Es musste gewartet
werden bis zur nächsten OP, die kam 3-4 Monate später und es gab noch
einen Smart Optimizer implantiert.
In dieser Wartezeit habe ich sehr gelitten, kaum Luft bekommen und konnte keinen Satz zu Ende sprechen
weil ich einfach keine Luft bekam. Das war nicht Lebenswert wie ich es
empfand. Immer hing ich am Sauerstoff und kam daheim nicht mal die
Treppe hoch ohne Pausen (dafür war dioe immer sauber. Ich hab die immer
geputzt während ich rückwärts sitzend hoch bin :p).
Dann kam die OptimizerOP ....... Und was soll ich sagen? - Wie neu geboren!!! Ich
brauchte kein Sauerstoff mehr (zumindest nicht so arg), konnte plötzlich
wieder (fast) alles machen, auch die Treppe in einem Zug rauf usw .....
Bis 2 Tage später daheim ..... ich gehe nach oben, hab was vergessen, also
wieder runter, geholt, und wieder die Treppe rauf ....... und plötzlich
konnt ich nur noch sagen "... was ist jetzt ....." mir wurde für 1-2 Sek
übel, dann kamen 2 Schläge vom Defi .... hat gut gerummst, aber hat
mich nicht umgehauen. ich stand da und guckte nur Schatzi an, und Sie
mich ....... und dann rief Sie 112 an ..... die kamen in doppelter
Besetzung weil wir zwischen 2 größeren Orten leben und besser 2 fühlen
sich zugehörig statt 1 zu wenig ....... Wieder ab ins KH und alles neu
untersuchen ......

Aber bis dahin hatte ich (für mich) nir Angst oder das gefühl das ich daran sterben könnte ... ich schätze das war die
rosa Brille, der Doktor meinte danach das sei eine Schutzfunktion vom
Kopf, obwohl ich bis dahin schon 3 mal wieder belebt wurde in der ganzen
Zeit. 
Ganz ehrlich: Alle saßen bei OPs traurig da, ich fuhr lachend hinein und lachend wieder raus ......
Bis im RTW der eine Satz vom Notarzt kam: "Da hat Dir gerade der Defi das
erste mal das Leben gerettet"  ..... dieser Satz saß sofort.
Für mich war, gefühlt, mit den Implantaten doch alles grad wieder gut und dann der Satz. 

Hatte auch 2-3 Wochen danach Alpträume von der eigenen Beerdigung usw .... wo
alle schon Angst hatten das ich nen Knacks bekommen hatte. Das legte
sich aber nach ein paar Wochen, weil ich dann träumte das mich alle noch
brauchen und ich die nicht alleine lassen kann.
Seitdem lebe ich bewusster, wir haben den Job (trotz Aufstieg) an die zweite Stelle
gestellt und geniessen unsere Zeit mehr und bewusster. Lieber mal nen
Tag Ruhe oder an See als ins Büro. Gute das das bei uns so klappt, da
haben wir Glück.


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like gefiel durch: Besentussi, MondHexe, Sweetie, Tioo, Vampi

gender Besentussi
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Besentussi
time Gepostet am 2026.08.04, 20:57 Uhr

Ich schaue öfter mal ins Forum, was es denn da für neue Seiten gibt und heute Morgen bin ich über diese hier gestolpert.

Als ich Eure Beiträge, einen nach dem anderen, gelesen habe, liefen mir die Tränen über das Gesicht.
Ich wollte eigentlich gleich was schreiben, aber leider fehlte mir die Zeit dafür und ich denke, die sollte man sich tatsächlich für so ein Thema nehmen.
Man findet mich auch so gut wie nie im AFK, aber auch dies ist heute und für diesen Beitrag anders.

Und schon sind meinen Augen und Wangen wieder feucht.

Wo soll ich anfangen.

Ich musste schon viele liebe Menschen gehen lassen, aber die Erinnerungen an tolle Momente und Begebenheiten bleiben.
Das loslassen wird nicht leichter.

Das erste Mal musste ich mit 15 meine Oma gehen lassen.
Sie verlor den zweiten Kampf gegen das Arschloch Krebs.
Es war unheimlich schlimm für mich, Sie war weg, Ich konnte Ihr nicht mehr erzählen, das ich mich das erste Mal verliebt hatte.
Wir wollten eigentlich an dem Pfingswochenende, auf der Rückfahrt von der Nordsee nach Hause, einen Zwischenstop einlegen.
Aber wir blieben dann wesentlich länger, nämlich bis zur Trauerfeier.
Das ist nun 33 Jahre her.

2014 hat auch meinen Tante den zweiten Kampf gegen das Arschloch Krebs verloren.
Wir haben uns in der Pflege und der Betreuung abgewechselt.
Was wir nicht übernehmen konnten, da Sie sich teilweise verweigert hat, hat ein Pflegedienst übernommen.
Sie hat sehr schnell abgebaut.
Konnte aber auch erst gehen, als Sie sich für einen Hospiz entschieden hatte.
Gestorben ist Sie dann doch zu Hause, nachts im Schlaf.
Ich wußte es instinktiv am selben Morgen auf dem Weg zur Arbeit, das Sie gegangen ist.

Vor 11 Jahren musste ich dann meinen Opa gehen lassen.
Hier muss ich immer an ein Gespräch denken, welches wir einige Jahre vor seinem Tod geführt haben.
Ich war zu besuch bei Ihm in einer Klinik, sein Zucker musste eingestellt werden.
Wir unterhielten uns und auf einmal meinte er zu mir "Ich bin bereit zu gehen. Ich hatte ein tolle Leben, habe eine tolle Familie und durfte zwei tolle Frauen kennenlernen und einen Teil meines Lebens mit Ihnen verbingen". Hiermit meint er meine Oma und seinen zweite Frau.
Er hatte keinen leichten Tod, er konnte nicht loslassen.
Das tat mir so weh, weil er es nicht verdient hatte so zu gehen.
Als er seinen letzten Atemzug tat, war ich auch wieder auf dem Weg zur Arbeit und ich habe es auch wieder gespürt, wie bei meiner Tante.
Meine Mutter erzählte mir später wie spät es war, als das Krankenhaus anrief um mitzuteilen, das er eingeschlafen ist. Deshalb weiß ich das.

Nach seinem Tod tauchten Briefe auf. Handgeschrieben von ihm. Einige an seinen Eltern aus den letzten Kriegstagen, als er doch noch zur Wehrmacht musste und dann ein ganzer Stapel Liebsbriefe an meinen Oma. Es war toll sie zu lesen.
Ich bereue es, ihn nicht mehr über diese Zeiten ausgefragt zu haben. Jetzt ist es zu spät.

Mittlerweile sind meinen Schleusen weit geöffnet und neben mir steht schon eine Rolle Küchenpapier.

Es waren noch so viele mehr, eigentlich zu viele, aber immer wenn ich an sie denke verbinde ich tolle Erinnerungen mit ihnen.

Meine Stiefgroßeltern, z.B. die uns in Ihrer Familie aufgenommen haben wir Ihre eigenen Enkelkinder.

Vor 3 Wochen starb dann der Vater meiner Schwägerin, plötzlich und unerwartet.
Nicht das es uns alle sowiso unter Schock gestellt hat, aber mir brach es das Herz als ich meine Nichte (15) so leiden sah.
Sie hat Ihre ersten Lebensjahre mit Ihrer Mutter und Ihren Großeltern unter einem Dach gelebt.
Deshalb hatte sie eine enge Bindung zu Ihrem Opa und er war Ihr Ein und Alles.

Wenn etwas Zeit vergangen ist, werde ich Ihr von meiner Oma und mir erzählen.

Sie alle haben nicht nur einen Platz in meinem Herzen, sondern auch auf meiner Haut.






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