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Privatsphäre im Internet

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Outsider
time Gepostet am 2021.07.12, 14:28 Uhr          chart 419 Besuche

*Privatsphäre im Internet bezieht sich sowohl auf fremde Menschen im Internet als auch auf die grossen Firmen wie Apple, Google, Facebook & co, welche nur zu gern unsere Daten wollen. Je weniger Accounts man besitzt, desto besser für unsere Privatsphäre.

Sicherheit bedeutet nicht Privatsphäre; man kann den sichersten Browser nutzen und diverse Add-ons; wenn man private Daten und Informationen über sich im Internet preis gibt, nützt auch Tor nichts. Nein, Facebook braucht deine Telefonnummer nicht zu wissen oder deinen Wohnort. Ich rate von Facebook ab, aber das ist jedem selbst überlassen. Wenn man auf sozialen Netzwerken sein möchte, kann man trotzdem ein paar Schritte Richtung Privatsphäre machen. Diese Regelungen gelten selbstverständlich auch für Dienste wie Google, Apple & co.

Was man auf keinen Fall veröffentlichen sollte bzw. teilen:
- Jegliche privaten Informationen wie Name, Wohnort, Telefonnummer, Geburtstag sowie Jahr, Beziehungsstatus, Beruf, ect.
- Keine Fotos von sich hochladen oder an Fremde schicken, egal womit sie einen auffordern dieser "Bitte" nachzukommen.
- Keine intimen Details von sich mit anderen teilen (obgleich das offensichtlich sein sollte)
- Person XY sagen, wo du hingehst oder dich regelmässig aufhälst; am besten keine Auskünfte zu Standorten, nie

"Aber ich habe nichts zu verstecken..." ist wohl der oft genutzte Satz den man zu Ohren bekommt, wenn man sich um die Privatsphäre im Internet bemüht. Es geht nicht darum, dass man was zu verstecken hat, sondern das jeder das Recht auf Privatsphäre hat, auch im Internet. Schliesslich würde man auch im echten Leben niemals die Eingangstüre offen lassen und jeden hinein lassen. Wenn jemand deine Entscheidung nicht respektiert, das du bestimmte Informationen über dich nicht mit aller Welt teilen willst, dann ist das die falsche Ansprechperson. Nur weil dir jemand seinen Namen oder Wohnort verrät, bist du nicht verpflichtet, dem gleich zu tun. Es steht jedem frei, so viel Informationen von sich preis zu geben, wie er oder sie möchte, oder eben nicht.



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Outsider
time Gepostet am 2021.07.19, 06:31 Uhr

Wieso kümmern sich im Jahr 2021 noch immer zu wenig Menschen um die Privatsphäre im Internet? Obgleich was alles von den grossen Firmen mittlerweile bekannt ist (besonders die Datenkraken wie Google und Facebook), sind viele nicht bereit, mehr Wert auf die eigene Privatsphäre zu legen.

Es ist ihnen nicht bewusst:
Es gibt noch immer Menschen, denen gar nicht bewusst ist, was mit ihren privaten Daten im Internet passiert, wenn die erst mal online sind.

Es ist ihnen bewusst, jedoch egal: "Die haben meine ganzen Daten sowies schon, warum sich jetzt die Mühe machen dies zu ändern?", habe ich schon oft zu hören bekommen. Es ist nie zu spät, um sein Verhalten im Internet zu verändern.

Sie wollen dazu gehören:
Für viele Menschen ist es cool, dazu zugehören und dasselbe zu tun wie die anderen.

Sie glauben nicht daran: Ich persönlich vermute, das ist einer der Hauptgründe, zumindest meiner Erfahrung nach. Wenn man den Menschen erzählt, das unsere Handies abgehört werden und unsere Daten zum Verkauf stehen, glauben sie das nicht. Gleichzeitig wundern sie sich, warum Facebook ihnen Werbung für Staubsauger anzeigt, obgleich sie das nie gegooglet haben. Man bräuchte sich nur ein Interview oder Dokumentation von Edward Snownen anzuschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=cHjYtaGBM_I

https://www.youtube.com/watch?v=guqq86Cd5VI



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Outsider
time Gepostet am 2021.07.21, 17:48 Uhr

*Anmerkung: Der folgende Text beinhaltet sowohl Tipps für die Privatsphäre wie auch für Sicherheit. Ich denke, hier ist er am ehesten aufgehoben.

Was ist Art Theft?
Art Theft heisst Kunstdiebstahl und ist ein Verbrechen. Egal ob digitale, traditionelle, Fotografie oder auf welche Art auch immer. Den Täter geht es dabei nicht stets darum, Geld mit dem Werk anderer zu verdienen, jedoch macht es die Sache dadurch nicht weniger schlimm.

Wie schützt man sich gegen Art Theft?
Es gibt leider keinen 100%igen Schutz vor Art Theft (öffentlich!). Aber man kann seine Werke weniger interessant für potentielle Täter machen:

Niedrige Auflösung:Lade nur eine verkleinerte Version deines Werkes ins Internet. Ein Art Thief hat selten Interesse daran, ein Werk zu stehlen, das nur 500px auf 700px gross ist. Dadurch besteht auch weniger die Gefahr, dass es gedruckt werden kann, sprich, damit Geld verdient wird.

Wasserzeichen:Füge ein Wasserzeichen mit deinem Künstlername auf jedes deiner Werke hinzu und am Besten an einem Ort, wo man es nicht entfernen, bzw. mit einem Programm wegschneiden kann. Alternative zum Name kannst du auch deinen Link zu deinem Blog (sofern vorhanden) oder der Seite hinzufügen, wo du deine Werke hochlädst.

Was tun, wenn man einen Art Thief entlarvt hat?
Wenn du irgendwo im Internet deine Werke siehst, wo du sie selbst nicht hochgeladen hast, kannst du folgendes tun:

1. Schreibe die Person an, die deine Werke gestohlen hat und bitte sie, deine Werke runter zu nehmen und das zukünftig zu unterlassen
2. Wenn die Person dich ignoriert, kannst du sie melden
3. Kontaktiere die Webseite und schildere dein Anliegen
4. Im schlimmsten Fall kannst du rechtlich dagegen vorgehen


Wenn du wirklich deine Werke sicher vor Art Theft machen möchtest, dann empfiehlt sich nur einen privaten Blog anzulegen und auf keinen sozialen Medien oder Kunstseiten zu veröffentlichen. Auch rate ich ab, deine Werke an Menschen zu senden, es sei denn, du bist dir 100%ig sicher, dass diese Person keinen Unfug mit deinen Werken anstellt (an Unbekannte sendet, online teilt ect.) Ich bin selbst im Bereich Fotografie und Cosplay tätig und habe mir dafür einen privaten Blog eingerichtet. Mir ist die Sicherheit meiner Werke weitaus wichtiger, als das Feedback von fremden Menschen im Internet.



gender tinacair
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tinacair
time Gepostet am 2021.07.23, 04:17 Uhr

vermisse die hinweise zum nutzen eines proxy/vpn?


like Noch kein Gefallt

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time Gepostet am 2021.07.23, 07:56 Uhr

Hallo tinacair,

über VPN habe ich bereits einen Eintrag verfasst, den du hier nachlesen kannst: https://www.cleefchat.de/forum/21064-internet-sicherheit/
Es ist der achte Eintrag.


like gefiel durch: cassandre, Cimo, Lisa, Raven, Ruby, saskia

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time Gepostet am 2021.07.26, 06:39 Uhr

E-Mail Providers

Kommunikation über E-Mail ist heutzutage nach wie vor präsent. Egal ob als Privatperson oder Geschäftlich; der Inhalt jeder E-Mail sollte nur für denjenigen lesbar sein, an dem die E-Mail gerichtet ist. Die bekannten E-Mail Provider wie Outlook, Gmail und Yahoo besitzen das Recht, unsere E-Mails zu lesen, wenn wir ihre Dienste verwenden. Auch Yandex Mail und Apple sind nicht besser. E-Mails sollten standardmässig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besitzen. Deshalb empfiehlt es sich Alternativen wie Protonmail, Tutanota oder Posteo zu verwenden. Alle drei E-Mail Provider können ausserdem durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung zusätzlich gesichert werden. Der Umstieg auf eine neue E-Mail Adresse ist zeitaufwendig, jedoch ist es diese wert.

https://protonmail.com
https://tutanota.com
https://posteo.de


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gender Jeremy- Jason
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Jeremy- Jason
time Gepostet am 2021.07.26, 08:46 Uhr

Gefällt mir aber zu viel Text


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time Gepostet am 2021.07.30, 10:29 Uhr

Das Problem mit Cookies

Auf so gut wie jeder Webseite erscheint irgendwo auf dem Bildschirm die Anzeige, dass wir darum gebeten werden, die Cookies schnell zu
akzeptieren. Die meisten von uns werden diesen auch zustimmen, da es oft sehr mühsam sein kann, diese zuerst anzupassen. Allerdings kann sich diese kurze Zeit durchaus lohnen. Was sind Cookies überhaupt, bzw. wofür sind sie? Cookies sind Daten, welche auf unserem PC zwischengespeichert werden. Sie dienen dazu, unsere Aktivität auf der jeweiligen Webseite zu speichern und diese dann an den Webseitenbetreiber weiterzugeben. Darunter fallen auch sensible Daten wie E-Mail Adressen, Passwörter, Namen und alles andere, was wir auf der jeweiligen Webseite eintippen. Nicht alle Webseiten geben einem die Möglichkeit, die Cookie Einstellungen anzupassen, jedoch bei denen, die es anbieten, da sollte man sich die Zeit nehmen und wichtige Dinge wie zum Beispiel den Standort oder das Anlegen eines persönlichen Profils von uns deaktivieren. Auf ganz wenigen Seiten ist es möglich, Cookies komplett abzulehnen. Cookies kann man im Browser auch deaktivieren, jedoch kann das dazu führen, dass man die Webseite nicht benutzen kann. Am besten ist es, wenn man in den Browser Einstellungen einstellt, dass die Cookies jedes Mal nach beenden des Browsers gelöscht werden.


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time Gepostet am 2021.08.03, 22:25 Uhr

YouTube anonymer nutzen

YouTube gehört seit 2006 zu Google. Selbst wenn man kein Google Konto besitzt, werden Daten von YouTube an Google weitergesendet, wenn man die Seite besucht. Da es keine wirklichen Alternativen zu YouTube gibt, lohnt es sich Invidious zu verwenden. Invidious ist ein Frontend für YouTube Videos. Damit könnt ihr uneingeschränkt YouTube Videos schauen, ohne das all zu viele Daten durchsickern. Zudem könnt ihr dadurch die Altersbeschränkung gewisser YouTube Videos umgehen. Auch auf dem Handy ist Invidious super praktisch. Man kann den Bildschirm sperren und das Video trotzdem im Hintergrund laufen lassen. Das einzige kleine Problem ist, dass man ab und zu die Links wechseln muss, da diese hin und wieder für eine kurze Zeit überlastet sind. Mit https://ytprivate.com habe ich bis jetzt die besten Erfahrungen gemacht.

https://redirect.invidious.io/


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time Gepostet am 2021.08.09, 19:09 Uhr

Meine Erfahrung mit Art Theft

Neben Fotografie und Cosplay schreibe ich sehr gerne in meiner Freizeit Geschichten. 2019 wurde ich selbst Opfer von Art Theft. Damals war ich noch auf einer Kunstseite aktiv. Offensichtlich habe ich dieser Person zu wenig Aufmerksamkeit gegeben. Ein höfliches "Dankeschön!", war scheinbar zu wenig. Deswegen entschied sie sich, einer meiner Geschichte zu stehlen und diese auf ihren eigenen Plattformen zu verbreiten. Ein guter Freund von mir hatte mir anfangs 2020 eine E-Mail geschrieben, dass er einer meiner Geschichten auf einer Webseite entdeckte, die ihm von mir nicht bekannt vorkam. Ich sagte ihm, dass ich diese Webseite nicht kenne und dort logischerweise kein Konto eingerichtet habe. Zuerst sendete er der ihr eine Nachricht, mit der Bitte, die Geschichte runter zu nehmen. Er wurde von ihr blockiert. Daraufhin habe ich mir extra dafür ein Konto erstellt, um ihr mitzuteilen, dass ich der Urheber der Geschichte bin und es nicht gerne sehe, wenn meine Werke anderswo ohne meine  Einwilligung veröffentlicht werden. Wie man sich denken kann, wurde ich auch blockiert. So habe ich sie gemeldet und der  Webseite eine E-Mail hinterlassen. Einige Tage später wurde das Konto von ihr glücklicherweise gelöscht. Damit dachte ich sei das Problem erledigt. Leider hatte sie vor der Löschung eine verlinkung zu meinem Kunstaccount auf ihrem Profil hinterlassen und ich wurde von Nachrichten überrannt betreffend meiner Geschichte. Ich muss dazu sagen, dass ich einen ziemlich morbiden Schreibstil habe und auch über gewisse Themen schreibe, welche nicht für jeden angemessen sind. Deshalb waren meine Geschichte nur für welche ab 18 Jahren einsehbar. Das grösste Problem war, dass sie anderen mitgeteilt hat, dass ich alle Ansichten die ich schreibe 100% teile, bzw. diese selbst vertrete, was absoluter Unfug ist. Wahrscheinlich tat sie das, um mir zusätzlich einen reinzudrücken. Ich habe daraufhin meinen Account auf der Kunstseite gelöscht und einen Blog eröffnet.

Ein zweites Mal passierte was ähnliches anfangs dieses Jahres. Ich bekam plötzlich haufenweise Besuch auf meinem Blog, obgleich diese damals zwar noch öffentlich, jedoch ohne direkten Link nicht aufzufinden war. Zuerst dachte ich mir nichts schlimmes dabei. Die Besuche erstreckten sich über einen ganzen Monat, zusätzlich wurden seltsame Kommentare auf meinen Blogeinträge hinterlassen. Auf einen davon habe ich geantwortet und die Person gefragt, woher er oder sie diese Informationen hat. Ich wurde gefragt, ob ich denn nicht diese Person XY bin, welche auf der seite XY aktiv ist und mit ihm oder ihr bereits seit Tagen schreibt. Ich verneinte dies und fügte hinzu, dass es sich dabei um eine Verwechslung handelt oder jemand meine Bilder benutzt und sich als mich ausgibt. Daraufhin habe ich beschlossen, meinen Blog nur noch für mich privat zu halten, damit sowas nicht ein drittes Mal passiert.

Diese beiden Beispiele zeigen, wie ärgerlich und teils auch gefährlich Art Theft sein kann.  Meine beiden Fälle waren zwar noch eher "harmlos". Ich kannte jemanden auf der damaligen Kunstseite, der sogar fast in den Freitod getrieben wurde und sich entschloss komplett aus dem Internet zu entfernen. Das ist einer der vielen Gründe, weswegen ich mich für Sicherheit und Privatsphäre im Internet einsetze.


like gefiel durch: Lisa

gender Fräulein S
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Fräulein S
time Gepostet am 2021.08.24, 20:45 Uhr

Deine Berichte sind Top,!
Das sollte auf einer Seite 1 Stehen.


like gefiel durch: Cry of Fear, Lisa
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